„Naut’s Fragen“

Ein Mailverkehr mit meiner Cousine Claudia Sauer aus dem Jahr 2007, der eigentlich weitergeführt werden sollte, aber es ist am Ende bei diesem einen Text geblieben. Ich hätte gerne ein Buchprojekt daraus gemacht.

Frage: „Sind wir mal ganz arrogant und stellen uns vor, die einzigen Menschen im Weltall zu sein. Und auf dieser Erde die einzigen, die über das Weltall „Bescheid“ wissen. Dann gibt es das Weltall doch eigentlich erst, seitdem es den denkenden Menschen gibt. Es ist so wie mit dem Spruch: Wenn es keine Augen gäbe, gäbe es dann auch kein Weltall. Oder eben: Gibt es das Weltall, wenn es KEINER wahrnehmen kann. Was zum Teufel sollte das dann alles? Es wäre da, dieses Weltall, und niemand würde es sehen??? Ist doch alles total verrückt. Ich habe in letzter Zeit ein paar Bücher über Evolution gelesen und finde das ungemein interessant. Ich kann’s auch gar nicht viel besser ausdrücken, es ist so ein Gefühl und wenn ich versuche, tiefer darüber nachzudenken, „klickt“ es in meinem Kopf und ich fühle genau: bis hier hin und nicht weiter. Dein/euer Hirn, liebe Claudia, oder auch überhaupt ihr lieben Menschen, ist für solche Gedanken nicht wirklich geschaffen. Verstehst du, was ich meine??“

Ich will versuchen, dir Hilfen anzubieten für den Umgang mit dieser Frage, dir einen Weg zu zeigen, wie man Probleme solcher Art angehen kann. Denn die Frage ist natürlich nicht zu „lösen“ oder zu „beantworten“, es kommt am Ende eben nicht „42“ als Ergebnis heraus. (Lesevorschlag dazu: „Per Anhalter durch die Galaxis“ von Douglas Adam, ein sehr lustiges Buch) Die Frage gehört übrigens in die philosophische Disziplin „Erkenntnistheorie“, damit du auch weißt, womit du dich so beschäftigst.

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